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Das Blau-Orange Wahlkampfsong- Battle
"MC Strache" vs. Peter "Goldkehlchen" Westenthaler
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Ja, die österreichische Politik- Landschaft formt sich schon recht kurios. Nicht nur, dass bei uns Ausländerhetze und Fremdenfeindlichkeit zur politischen Alltagskultur gehören, auch unsere Politiker- Persönlichkeiten strengen sich immer an, skurriler zu wirken als ihre internationalen Pendants.
 Wir vom musicchannel haben es uns ja bekanntermaßen zur Aufgabe gemacht, euch über diverse musikalischen Vorgänge zu informieren. Doch damit konnte doch keiner rechnen: Unsere populistischen rechts-Parteien mit den Farben Blau und Orange, erheben nicht nur Anspruch auf die selbe Bezeichnung („Freiheitlich“), nein sie wollen sich auch gleichzeitig in die Ohren der Wähler drängen.
Da wäre zuerst Peter Westenthaler vom BZÖ zu nennen. Er hat sich der österreichischen Seele erinnnert und in Austro Pop- Manier einen Song produzieren lassen, der wohl all den patriotischen Liebhabern volkstümlicher Musik die Kreuzerl-Wahl erleichtern wird: „Wir halten zam, ein Leben lang“, so der Titel dieses „Meisterwerks". Es konnte ihm wohl auch niemand nehmen den Song natürlich selbst einzusingen. So beschwört er immer wieder wie schön Österreich doch ist, wie alle „Hand in Hand“ für unser Heimatland stehen, und dass es doch bitte für immer so bleiben soll. Im Wortlaut klingt das ungefähr so: „dafür muass ma heite scho die Weich’n stö’n, desweg’n heißt des Motto diesmoi Orange [beachte: engl. für orange] wöhn!“ Ob unser Herzerl jedoch wirklich orange schlägt, wird sich wohl erst ab dem 1. Oktober weisen.
[ Zum Westi-Song! ]
Alle blau gefärbten Herzen spricht Blau-Auge und Grinsekater H.C. Strache von der FPÖ an, im folgenden nur mehr als „Master of Ceremonies“ bezeichnet, denn mit seinem Heimat-Rap „Österreich zuerst“, dessen Flow deutlich an die EAV erinnert, fällt er doch in eine Sparte, die verwundert. Kommt doch Rap an sich eigentlich aus den Vereinigten Staaten, wo er bevorzugt von Schwarzen als Kritikinstrument herangezogen wird. Da verwundert es doch, dass neben dem orientalisch anmutenden Sample, der Rap von Textzeilen dominiert wird, die wohl die Benutzung „fremdartiger“ Musik ad absurdum führen: „Wer sich nicht integrieren will, für den hab´ ich ein Reiseziel: Ab in die Heimat, guten Flug! Arbeitslose haben wir hier selbst genug. Einbruch, Raub und Überfall, Verbrechen steigt schnell und überall. Die Ostöffnung ist eine „tolle“ Sache. Es grüßt Dich herzlich Dein HC Strache.“ Danke Master of Ceremonies, damit wirst du unser österreichtreues Herz im Flug erobern, und unsere Hände werden wohl nur so zum blauen Kreuz hintanzen.
[ Zum HC-Rap ]
Zusammenfassend lässt sich wohl nur eines sagen: Danke ihr populistischen Politiker, dass ihr die österreichische Musiklandschaft um so viel bereichert habt. Überhaupt wären wir dafür gewesen, statt das Parlament zu renovieren, sämtliches Steuergeld in musikalisches Equipment zu stecken, damit sich jeder NR-Abgeordnete, bei jeder Sitzung künstlerisch frei ausdrücken kann. Man denke an eine Abschiebungspantomime, einen Steuererhöhungs- Ausdruckstanz oder ein Rechtschreibreform- Scrabble.
Uns bleibt nur noch die Bewertung: Hundert rechtspopulistische Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat für den Strache-Rap. Der BZÖ-Song bekommt nur neunzig auf ewige Zeiten abmontierte Ortstafeln, trifft er doch nicht ganz so zeitgerecht die junge Generation.
PS: Wer das ernst nimmt ist selber schuld!
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