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ARTISTS


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So war Tool in Wien!
Eine Live-Band der Extraklasse
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Das Tool-Konzert vom 19.11.06 ist für alle, die es versäumt haben und im Nachhinein nur darüber hören, die absolute Verpflichtung als Fan dieser Musik, den Konzert-Besuch bei der nächsten Gelegenheit im Sommer 2007 nachzuholen.
 Progressiv waren sie seit eh und je, die Genialität, wie sie es live umsetzen wird aber immer größer. Rhythmus- und Taktwechsel stehen in jeder Nummer mehrmals an und mit wenigen Instrumenten werden Klangbilder erzeugt, die eine Gänsehaut der anderen Art erzeugen. So dicht gepackte Muster in jedem einzelnen Akkord, in jedem Synthesizerklang, es war etwas Besonderes.
Nun zu dem (für mich) am meisten beeindruckenden Teil der Show. Die Lichttechnik. Mit drei, grüne Strahlen produzierenden, Maschinen erzeugen Tool eine Stimmung in der ganzen Halle, die alles andere vergessen macht. Ich wage zu behaupten, dass ich bis jetzt noch nie durch Lichteffekte derart von dem „Hauptgeschehen“ auf der Bühne abgelenkt worden bin.
Auch die Live-Animationen fügen sich gekonnt mit der Musik zu einem versponnenen Ganzen zusammen, das Zusammenspiel zwischen Bild und Klang ist hier auf einem seiner Höhepunkte. Die genialen Videos von Tool, die in Amerika viel zu oft zensiert oder auf sinnlose Schnipsel reduziert wurden, lassen sich wieder einmal blicken und die Band beeindruckt mit einfachen Ausschnitten und Animationen eine ganze Halle.
Das fast zweistündige Konzert ist dem Album ähnlich aufgebaut, zuerst schnell und hart, dann die epochalartigen Nummern, die auch live mit Längen von zehn Minuten und mehr umgesetzt werden, dann allerdings, abweichend vom „Albumkonzept“, die Klassiker, die das Publikum noch einmal zum Toben bringen. Die Zugabe fällt aus und an Unterhaltung zwischen Band und Zuhörern passiert wenig, bis darauf, dass sie uns gratulieren wollen, dass Herr Schwarzenegger wieder das Rennen gemacht hat.
Völlig mitgenommen wanke ich nach Hause. Vielleicht habe ich nicht einmal alles mitbekommen was passiert ist, eines weiß ich aber ganz sicher. Selten hat mich ein Konzert derart vom täglichen Leben abgelenkt, die Gedanken zerstreut und mich so in seinen Bann gezogen.
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