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Dredg - The Pariah, The Parrot, The Delusion
Stille Post
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| Autor: |
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Daniel Gilic |
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Rock |
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CD |
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Seit ihren Anfängen bewegen sich Dredg aus dem kalifornischen Los Gatos beständig zwischen klassischen Strukturen und experimentellen Neigungen. Der Ruf eilt ihnen inzwischen voraus. „The Pariah, The Parrot, The Delusion", ihr viertes Album, bietet avantgardistische und anspruchsvolle Popmomente auf höchstem Niveau.
 Rock, Pop und Prog bilden weiterhin die inhaltlichen Koordinaten, in denen die Amerikaner auf „The Pariah, The Parrot, The Delusion“ ihren Sound finden. Vier Jahre hatten sie danach gesucht. Eine lange Zeit.
2009 setzt die Band nach wie vor auf die Gestaltung musikalischer Räume. In seiner cineastischen Weite klingt das Album weitaus luftiger arrangiert
als das kompakte Popfeuerwerk „Catch Without Arms“. Zweifellos gehen Dredg damit ein Stück weiter in ihrer Ästhetik-fixierten Machart. Sänger Gavin Hayes trägt das Werk mit seinem ätherischem Stimmvolumen, intoniert dabei so klar wie nie in diese epische Weite hinein.
„Pariah“ steht an erster Stelle. Nach einem Intro aus verhaltenen Kinderstimmen, legt Hayes seine hohe Stimme über den Song, um anschließend in griffig gespielte Grooves zu münden. Nachfolgende Titel wie „I Don’t Know“ oder „Gathering Pebbles“ erhöhen den rhythmischen Drive, um all die Soundideen und Klangschnipsel, die man in jahrelanger Tätigkeit im Studio zusammengefügt hat, zu exponieren.
Vielleicht ist das der größte Pluspunkt dieses Albums: Die Songs sind aus verschiedenartigen Texturen zusammengesetzt, die sich erst mit der Zeit erschließen.
Kompakte Popsongs wie „Information“ stehen differenzierten Instrumentalklängen wie „Drunk Slide“ oder „Down To The Cellar“ gegenüber. Neuerdings drängen auch Roboterstimmen, Loops und Elektronik an den Rand ihres Sounds („R U O K?“).
Bass und Gitarre wummern ebenfalls unaufhörlich, die Melodien greifen nur so in- und
übereinander, doch nicht mehr ganz so flirrend wie früher. Die Liebe zur Sphärenhaftigkeit wird von Dino Campanellas ordentlichem Schlagzeugspiel, etwa in „Saviour“, auf den Boden der Tatsachen geholt. Kuschelig und berührend wird es in „Cartoon Showroom“ oder „Mourning This Morning“, die wirken wie eine riesige, mit Daunen gefüllte Bettdecke.
Ihren Sound haben Dredg kunstvoll erweitert. Aus diesem Grund bleiben sie eine spannende Band, die in diesem Jahr noch für viele Diskussionen sorgen wird.

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Artist |
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