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CD


Facelift - Impossible Somethings
Make No Compromise!
Autor: Stefan Egger
Genre: Rock
Produkttyp : CD
Label: Pate
Release: 07.12.2005
Die Alternative Hard- Popper Facelift gehen dieser Tage mit ihrem dritten Studioalbum an den Start. Zehn knackige Songs sind es geworden, deren besondere Stärke wohl darin liegt, dass sie wie ein perfekt zusammengestelltes Live-Set klingen. Nicht unbeteiligt dürfte diesbezüglich Noise- Legende und Indierock- Pate Guido Lucas sein. Den kennt man vielleicht von Scumbucket, wo er als Bassist werkt, oder auch von der deutschen Gitarren- Combo Blackmail. Wer ihn nicht kennt, wird seine Arbeit spätestens nach dem Hören dieser CD zu schätzen wissen.

Entgegen der Ankündigung, dass „nichts versteckt wird: Schönes schön ist, Hässliches hässlich, Lautes laut und Leises leise“, geht „Impossible Somethings“ sofort ins Ohr und ist absolut rund und stimmig produziert. Die sympathische Pop-Platte hat einiges an Potenzial, was umso erstaunlicher ist, als sie auf alles unnötige Blendwerk wie Sampler, Loops und Sequencer verzichtet. Dem Motto „Rough and Ready“ wird man wohl nur nach internen Band- Kriterien gerecht, denn anderswo erklingen unter dieser Prämisse naturgemäß viel härtere Klänge. Vermutlich wollen auch Facelift einen Kontrapunkt gegen überproduzierten Konservenpop setzen, der einem allzu oft die Ohren verstopft.

Andrea Orso (Gesang/Bass), Clemens Berger (Gitarre), Helge Murgg (Gitarre/Geige) und Norbert Wallner (Drums) zeigen mit ihrem dritten Album, wie man sich als österreichische Popband vom Mainstream abgrenzt, ohne uninteressant zu werden oder seinen eigenen Stil zu verleugnen. Besonders gelungen erscheinen der rocklastigere Opener „For The Homeless“ mit seiner unterschwelligen Melancholie, die das Werk als ganzes prägt. Trotzdem werden nicht nur pessimistische Töne angeschlagen, und gegen Ende gibt man sich sogar recht zuversichtlich, wozu der Gute- Laune- Garant „Taxi (Wake Up On A Shiny Day)“ und der sehr smoothe letzte Track „Ode To My Personal Sun“ wesentlich beitragen.

Ein Album ohne schlechte Nummern und einigen echten Highlights... so einen Schlusssatz kann man nicht allzu oft anbringen!
 
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