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Lambchop - Damaged
Weidwund und doch so stark
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| Autor: |
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Wolfgang Bogner |
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Pop |
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CD |
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Oh oh, denkt man sich. Jetzt heißt ein Lambchop- Album schon mal „Damaged“, da muss auch eine Portion Hintergrund dazugehören. Tut er. Mastermind Kurt Wagner hat keine angenehme Zeit hinter sich. Eine Krebserkrankung machte ihm zu schaffen. Doch er gab nicht auf, und dieses Album gibt ihm Gelegenheit, uns davon zu erzählen. Es berichtet von den täglichen Fallstricken des Lebens, von der Fehlbarkeit des eigenen Seins, von der Unfehlbarkeit echter Gefühle. So oder zumindest so ähnlich will man das zumindest interpretiert wissen.
 Die leiseste Big Band der Welt wird auf dem neuen Album auf alle Fälle wieder ihrem Ruf gerecht. In sanften, scheinbar simplen Tönen zimmert die Band ihre Songs, die Klänge kreisen um Wagners Stimme oder füllen den Raum auf sehr sachte Art und Weise. Das ist Musik, die man nicht immer genießen kann oder will. Sie ist so ruhig wie eine stille Stunde im Wald, aber ihre Wirkung ist vergleichbar mit einem rauschenden Gebirgsfluss.
Nicht selten ist man gerührt von diesen Jazz-Weisen, fühlt man die Verwundung, die Wagner erfuhr. Doch es braucht hier kein Mitleid, um diese Songs gut zu finden. Sie sind vielleicht nicht gerade die Essenz des Lambchop’schen Schaffens, aber sie bringen die besten Fähigkeiten der Band unter einen Hut. Zumindest haben wir es hier mit dem besten Lambchop- Album seit einigen Jahren zu tun. Schlichte Größe, zum Niederknien schön.
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